blu:s XT2000 45 km/h schneller machen?

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JPG
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blu:s XT2000 45 km/h schneller machen?

Beitrag von JPG »

Hallo, hab mir vorkurzem den blu:s XT2000 Roller gekauft, der 45 km/h fahren kann.

Für den Preis ist es ein Guter Roller und es fährt auch noch 45 km/h, also habe ich nicht vieles zu sagen...

Denk ihr man kann den Roller noch schneller machen? Vielleicht neue Batterien oder einen anderen Kontroller. Wäre mal interessant zu wissen.

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didithekid
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Re: blu:s XT2000 45 km/h schneller machen?

Beitrag von didithekid »

Hallo JPG und willkommen im Forum,

Du kannst ja mit einer Tacho-App (z. B. Digital Dashboard) am Smartphone mal messen, wie schnell der Roller (GPS-gemessen) tatsächlich fährt.
Meines Wissens hat der Roller einen relativ schwachen Blei-Akku, der allenfalls am Anfang genug Spannung liefert, um in die Region 45 km/h vorzudringen. Die Geschwindigkeit wird mit der Entladung dann recht schnell abnehmen. Wolltest Du in der normalen (erlaubten) Region 45 km/h + zulässige Messtolleranz bleiben, könnte ein anderer Akku (z. B. LiFePO4), der die Spannung länger auf dem anfänglichen Spannungsniveau hält, schon helfen, um länger die erlaubte Geschwindigkeit zu halten.
Bei weiterem Tuning außerhab der Zulassung (Einsatz nur auf Privatgelände/ abgesperrter Rennstrecke) müsste wohl der Motor-Controller (ab 200 €) und ebenso der Akku gegen leistungsfähigere Varianten ersetzt werden. Der Motor ist aber wohl nicht für deutlich höhere Leistungen ausgelegt. Die 10"Nabenmotoren mit Trommelbremse (schmaler Motorstator) gehen in der Dauerleistung mit 60 Volt i. d. R. bis 1.500 Watt und zwischen 50 und 60 km/h liegt irgendwo das maximal (unter günstigsten Bedingungen) Erreichbare. Hier sind es wohl 1.200 Watt Dauerleistung / 2.000 Watt Kurzzeit.
Ich vermute jedenfalls, dass die europäische L1-e-Zulassung mit Limit 45 km/h auch in der Schweiz gilt und eine schnellere Fahrt in der Öffentlichkeit auch dort (z. B. von Uniformierten) ausgebremst werden könnte.

Einzele Fahrer mit Blei-Akku-Roller haben hier auch berichtet, dass Sie in die Hochstrom-Verkabelung eine Steckverbindung eingebaut haben, um nach ein Paar Kilimetern Fahrt eine einzelne (extern mit Modellbauladegerät geladene) LiFePO4-Zelle zwischenzustecken. Da kann die z. B. um gut 3 Volt abgesackte Stannung am Controller wieder um 3,4-3,0 Volt angehoben werden, damit es zügig wie zuvor weitergeht. Natürlich eine Notlösung.

Der Blei-Gel-Akku 60V 20 Ah wird vom Ladegerät (ansteigende Ladespannung bis 72 Volt) so aufgeladen, dass er voll und in Ruhe etwa 69 Volt hat. Aber beim Anfahren sackt die Spannung (bei dem kleinen Akku) vermutlich schon direkt auf 64 Volt ab, Später unterschreitet die Spannung unter Last (etwa 25-35 Ampere Laststrom) schnell die 60 Volt und die Geschwindigkeit kann dann in keinem Fall 45 km/h mehr erreichen.
Ein LiFePO4-Akku mit 20 Zellen (der natürlich teurer als Blei ist) würde auch voll mit 69 Volt starten, weniger durchsacken, und den größten Teil der Reichweite im Bereich über 60 Volt bleiben.

Vom Preis her nur direkt aus China akzeptabel. z. B. hier (keine Anhnung ob die Box passt):
https://de.aliexpress.com/item/10050048 ... 1DE%210%21

Einzelne Zellen:
https://de.aliexpress.com/item/10050042 ... 3640710_29

Viele Grüße

Didi
_______________________________________________________________________________________________________________________Thunder-Fury100/ MASINI Sportivo S (2010, 2011, 2012) 5kW, Innoscooter EM6000L 5kW (2011), ZERO SR/F 17.3 (2023)

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